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Umweltfreundlicher Seetransport

Der Seetransport hat im Zuge der Maßnahmen zum Erreichen nationaler und internationaler Klimaziele eine hohe Priorität und die Umweltstrategie von Color Line prägt die Investitionen der Reederei.

Mehr Transporte von der Straße aufs Meer
Der Transport auf dem Seeweg ist wesentlich klima- und umweltfreundlicher als der Transport über die Straße. Das Ziel der EU ist, dass 50 Prozent des Gütertransports bis 2050 von der Straße auf den Seeweg und die Eisenbahn verlagert werden sollen. Auch norwegische Behörden haben ehrgeizige Ziele zur Reduktion der Emission von Klimagasen gesetzt. Hier geht es um bis zu 40 Prozent Reduktion der Emissionen im nicht quotenbelegten Bereich, in dem der Transport die größte Quelle von Emissionen ist.

Der Bericht «Klimaeffekter ved overføring av gods fra vei til sjø» (dt. „Klimaauswirkungen bei der Verlagerung von Gütern von der Straße auf das Meer“ DNV-GL 2016) berechnet, dass fast 30 Prozent des gesamten Güterverkehrs, der heute über die Straße von Europa nach Norwegen transportiert wird, auf den Seeweg verlagert werden kann. Im Nasjonal Transportplan (dt. „Nationaler Plan für Transporte“ NTP) für 2018–2027 wird gezeigt, dass 5-7 Millionen Tonnen Güter, die heute auf der Straße transportiert werden, auf den Seeweg oder die Eisenbahn verlagert werden können.

Color Line - Gütertransport und Umwelt
Color Line ist mit jährlich ca. 175 000 Frachteinheiten oder Lkws (12m) für einen beträchtlichen Anteil des Gütertransports zur See zwischen Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland verantwortlich. Die Anzahl der LKWs, die mit Color Line verschifft werden, entspricht ca. 23 Prozent des Güterverkehrs, der auf dem Landweg über Svinesund nach Norwegen kommt.

Color Line ist ein wichtiger Akteur und treibt die Entwicklung des modernen und zukunftsorientierten Seetransports mit regelmäßigen und täglichen Abfahrten zwischen 7 Häfen in Norwegen, Dänemark, Deutschland und Schweden voran. Die Reederei hat sich der Nullvision des Norwegischen Reedereiverbands hinsichtlich Emissionen von Schadstoffen in Luft und Wasser angeschlossen und arbeitet strategisch und zielorientiert an umweltfreundlichen Lösungen.

Klimafreundliche Technologie und neue Schiffe
Bis 2017 hat das Unternehmen rund 200 Millionen norwegische Kronen in Umweltmaßnahmen investiert, zu denen unter anderem Landstrom in allen norwegischen Häfen, in denen die Schiffe des Unternehmens verkehren, und Scrubber-Lösungen auf allen neuen Schiffen gehören.

Landstromanlagen
Das Unternehmen war zusammen mit den Hafenbehörden, Förderagenturen mit unter anderem ENOVA und den Umweltorganisationen ein Motor für den Bau von Landstromanlagen in norwegischen Häfen. Color Line ist beispielsweise seit vielen Jahren ein Kooperationspartner von Bellona. Die erste Landstromanlage für Hochspannung wurde im Oktober 2011 in Oslo gebaut. Danach folgten der Bau von Landstromanlagen in Kristiansand 2014, Larvik 2016 und Sandefjord 2017.

Die jährlichen Emissionen von CO2 werden insgesamt um ca. 8 000 Tonnen CO2 reduziert. Zudem werden dem Umfeld vor Ort große punktuelle Emissionen von NOx, SOx und Feinstaub erspart und es kommt zu einer beträchtlichen Lärmsenkung, wenn die Schiffe am Kai liegen.

Next Generation Ship Award und umweltfreundliche Schiffe
Bei der Eröffnungsveranstaltung der Nor-Shipping 2017 händigte S.K.H Kronprinz Haakon den Preis „Next Generation Ship Award“ an die Werft Ulstein und Color Line aus. Mit dem Preis wird das vielversprechendste Design von Schiffen geehrt, die im kommenden Jahrzehnt vom Stapel laufen sollen. Die Begründung der Jury war, dass Color Line Innovation und den Ehrgeiz zeigt, der die maritime Wirtschaft in eine umweltfreundlichere, rentablere und nachhaltigere Zukunft führt.

Die Color Hybrid wird das größte Plug-in Hybridschiff der Welt. Das Schiff wird in der Werft Ulstein gebaut. Das neue Schiff wird auf der Fährlinie zwischen Sandefjord und Strömstad im Juni 2019 in Betrieb genommen. Es hat eine Kapazität von 500 PKWs und 2000 Passagieren.

Die Akkus werden sowohl in der Landstromanlage in Sandefjord als auch über eigene Generatoren an Bord aufgeladen. Das Schiff wird im Batteriebetrieb in den Fjord nach Sandefjord hinein und wieder herausfahren. Es wird deshalb keine schädlichen Umweltgase oder Nitrogen- und Schwefelverbindungen an die Luft in dem Gebiet abgeben. Das Schiff nutzt zudem neue Lösungen zur Lärmreduktion. Der Außenlärm bei niedriger Geschwindigkeit, gemessen in 100 Meter Entfernung vom Schiff, wird weitaus geringer sein als der Lärm, der sich aus einem normalen Gespräch ergibt.

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Abgasreinigungsanlagen («Scrubber»)
Color Line hat in allen neuen Schiffen des Unternehmens Abgasreinigungsanlagen für die Hauptmotoren («Scrubber») eingebaut, um gesetzlich vorgeschriebene Umweltanforderungen zu erfüllen. Die Reinigungsanlagen reduzieren die Emission von Schwefeldioxiden um über 90 Prozent und liefern eine jährliche Reduktion der Schwefeldioxidemissionen von über 500 Tonnen pro Schiff.

Für die Reederei insgesamt beträgt die Reduktion ca. 2 500 Tonnen Schwefeldioxid pro Jahr. Zusätzlich wurden durch die Reinigungstechnologie Emissionen von Partikeln wie Ruß um ca. 50 Prozent reduziert.
Die Schiffe nach Schweden nutzen umweltfreundliches Marinedieselöl.

Der Wandel zum Umweltschutz
Mit den Umweltinvestitionen ist Color Line nun gut gerüstet, um dem Wandel zum Umweltschutz in Europa zu entsprechen. Die Investitionen gelten auch als wichtiger Beitrag bei der langfristigen Arbeit an der Umstellung der maritimen Wirtschaft.
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Preisgekrönt:
In den letzten Jahren wurde Color Line mehrfach für sein Engagement für Nachhaltigkeit mit Preisen ausgezeichnet:

2012: Umweltpreis der Gemeinde Oslo 
2014: Baltic Sea Clean Maritime Award
2015: Umweltpreis von NHO Logistikk & Transport
2016. Next Generation Ship Award

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Bau von Landstromanlagen:

Oktober 2011: Oslo
November 2014: Kristiansand
April 2016: Larvik
August 2017: Sandefjord